04 | SEP
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Der lange Weg zum Gipfel

Die Filmproduktion für das ROTWILD R.X750

Konzeption, Produktion, Realisation, Postproduktion: mediaBOX TV GmbH
Storyline & Regie: Dr. Markus Kink
Director of Photography: Vale Rapp
2nd Unit Camera und Focus Puller: Stephan Wieser
Aerials: AirV8
Drone Pilot: Patrick Zander
Drone Camera Operator: Alex Gruber
Schnittregie, Layout und Sounddesign: Dr. Markus Kink
Filmschnitt und Color Grading: Christoph Schrottenloher

 

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Endlich Premiere. Der Film fertig. Der Kunde happy. Rotwild stellt mit dem R.X750 ein E-MTB vor, das in allen Aspekten – Design, Technik, Batterieleistung, usw. – Grenzen sprengt und zugleich dazu gebaut wurde, neue Grenzen auszuloten. Es ist ein Bike für den hochalpinen Bereich. Big Mountain ist das Stichwort und damit fing das Zittern an.

Winterliche Verhältnisse im Sommer

Es ist April, als wir uns zum ersten Mal mit Rotwild zusammensetzen. Nach drei Jahren soll wieder ein Film entstehen; für ein revolutionäres Produkt. Schnell ist klar: das, was die meisten andren Player im Bike-Business machen, heftige Musik, Action, schnelle Schnitte, Stunts, all das soll dieser Film nicht sein. Das Motto: All Mountain wird erwachsen, muss auch für den Film gelten. Bei aller Production Quality der Konkurrenz: das Konzept ist mit wenigen Ausnahmen durch, ausgelutscht, langweilig. Wir wollen etwas Neues.

Das Bike bietet eine gigantische Höhenmeterleistung mit dem leistungstärksten Akku der Branche. Es ist das erste Werk des neuen Chef-Designers Lutz Scheffer. Zwei Jahre lang hat er die Entwicklung vorangetrieben, sich viel länger Zeit gelassen, als das üblich ist. Unglaubliche 250.000 Höhenmeter ist er dafür gefahren. Episch. Genauso sollte der Film auch sein. Hochalpin, auf den Flow beim Bergauffahren auch in steilem Gelände konzentriert.

Doch in diesem Winter hat der Winter die Berge bis weit in den Sommer fest im Griff. Hohe Schneelagen auch in niedrigeren Regionen der Alpen machen eine schnelle Umsetzung zunächst unmöglich. Wir sind zuversichtlich. Für ein Event im Juli soll der Film fertig sein. Noch viel Zeit – denken wir. Es stellt sich heraus: nicht genug. Auch in hohen Lagen taut der Schnee nur langsam, dazu kommen Terminschwierigkeiten beim Team. Für eine solche Produktion braucht es Spezialisten und die sind oft ausgebucht…

Immer einen kühlen Kopf bewahren

Wir entscheiden uns zusammen mit dem Kunden, den Produktionstermin zu verschieben. Zu viele Unwägbarkeiten. Neuer Termin für die Fertigstellung: Anfang September zur Messe Eurobike. Produktionstermin: die erste oder zweite Augustwoche. Alle haben ihre Terminkalender blockiert. Dann kommt die Schlechtwetterfront und anstatt innerhalb von ein paar Tagen vorüberzuziehen, macht sie sich über dem Alpenhauptkamm breit und bleibt.

Das Team ist nervös, die ersten Anrufe kommen. Wir sollten spontan drehen, morgen würde das Wetter besser. Und: Wenn ich die Produktion wäre…, usw. Wir sprechen mit Lutz Scheffer, dem Rotwild Chefdesigner und unserem Protagonisten und Fahrer. Er hat sein Büro in den Bergen, in Garmisch, ist jeden Tag draußen, kann das Wetter und die Großwetterlage besser einschätzen. Er behält den kühlen Kopf. Wir halten am Produktionstermin fest.

Stoppt uns der Regen?

Der Morgen vor der Anreise nach Bach im Tiroler Lechtal. Ein kurzes Telefonat mit dem Hüttenwirt. Der ist überrascht, dass wir bei diesem Wetter kommen wollen und außerdem hätte er die Hütte voll, werde aber schon noch was für uns finden…

Wir fahren los. Es ist kalt und nieselt. Kurz vor Garmisch setzt strömender Regen ein. Wir fragen uns, was wir hier eigentlich machen. Erst im Lechtal wird es freundlicher und als wir in Bach ankommen, hat sich das Wetter beruhigt. Aufatmen.

Wir fahren zur Hütte. Der Hüttenwirt vom tranditionsreichen Berggasthaus Hermine Klaus Frey hat ein Sechsbettzimmer für uns und jetzt endlich stellt sich Zuversicht ein, dass es doch was werden könnte, dass das Wetter halten würde und wir alle unsere Aufnahmen in den Kasten bekommen würden.

2.500 Höhenmeter und 2 Terabyte Rohmaterial

Wir starten mit unseren nagelneuen R.X750 E-MTBs früh am Morgen. Jeder von uns hat 20 oder mehr Kilo Gepäck auf dem Rücken. Die RED-Kamera, das Steadycam Rig, die große DJI-Drohne, eine ganze Menge Akkus, Objektive und Zubehör. Wir sind froh über die elektrische Unterstützung, die uns die ersten paar hundert Höhenmeter bergauf hilft.

Die Natur um uns herum bietet uns eine phantastische Kulisse. Lutz hat das Gebiet vor der Produktion gescoutet und seine Routenwahl ist perfekt geeignet, um unser Filmkonzept zu realisieren. Wasserfälle, ein von einer winterlichen Lawine verschütteter Back, der sich wieder durch die Schneemassen gegraben hat und das atemberaubende Panorama der Lechtaler Alpen hoch über dem Örtchen Bach.

Mit dem Wetter haben wir ein irres Glück. Zwar hängen Wolken über und zwischen den Bergen, aber wir haben klare Sicht und durch das Wolkenspiel eine dramatische Szenerie. Als hätten wir das so bestellt gehabt. Oben auf dem Joch, unserem Tagesziel weht zwar ein eiskalter Wind, aber am Ende des Tages haben wir alles im Kasten. Gerade als wir die letzte Aufnahme beenden und die RED und die Drohne einpacken fängt es an zu regnen. Es schüttet wie aus Eimern und wir kommen durchnässt, aber zufrieden an der Hütte an. 

Der nächste Tag soll der Höhepunkt der Produktion werden. Was die Höhenmeter, aber auch den Inhalt des Films angeht. Der Weg zum Gipfel. Das Wetter ist besser als erwartet, fast ein wenig zu gut, zu sonnig, aber wer will sich darüber ernsthaft beschweren? 

Als wir wieder im Tal angekommen sind und alle Daten überspielt sind haben wir an zwei Tagen mit den Rotwild E-MTBs und zu Fuß fast 2.500 Höhenmeter gemacht und an die zwei Terabyte Daten produziert, aus denen später der Film werden wird.

Stolz aufs Ergebnis 

Rotwild schreibt, das Bike sei für jeden, der sich herausfordernde Ziele setzen wolle, jeden, der „unabhängig sein und sich vom endlosen Flow treiben lassen möchten. Um jenseits der Massen ungeahnte Freiheit zu entdecken und – stolz auf das Erreichte zu sein.“

So geht es uns auch. Wir sind stolz auf das Ergebnis und freuen uns über diesen Film!

Ausdrücklich bedanken möchte ich mich beim gesamten Team und bei Lutz Scheffer! Wir haben in diesem beiden Produktionstagen nicht nur viele Höhenmeter auf dem Fahrrad und zu Fuß gemacht, wir haben trotz widriger Wetterbedingungen die gute Laune und unseren Teamspirit nicht verloren und am Ende ein tolles Ergebnis abgeliefert. Wir danken dem Hüttenwirt vom Berggasthof Hermine, Klaus Frey, der uns den Aufenthalt mit seinem Humor und seiner urigen Art noch angenehmer gemacht hat.
Vielen Dank und danke auch an Rotwild für das erneute Vertrauen in unsere Arbeit!

Markus Kink,
Geschäftsführer mediaBOX TV GmbH